Steuer – was muss ich als Blogger beachten?

Steuer – was muss ich als Blogger beachten?

Die Steuer, so beliebt wie Dieselfahrzeuge in der Innenstadt von Hamburg. Trotzdem, alle Jahre wieder heißt es für alle Blogger: Ran an die Steuer – zumindest wenn ihr Geld mit euren Blogs verdient oder „Gewinnerzielungsabsichten“ habt. Hobbyblogger ohne Verdienstabsicht und Einkommen aus dem Blog können die Steuer getrost ignorieren.

Wann muss ich als Blogger Steuern zahlen?

Übersteigt euer gesamtes Jahreseinkommen den Grundfreibetrag (in 2018 9.000 Euro), seid ihr verpflichtet, eine Einkommenssteuer abzugeben. Wenn euer Blog also nur als Nebeneinnahme läuft, liegt die Freigrenze für Nebeneinkünfte derzeit bei 410 Euro.

Aber was gehört eigentlich zu den versteuernden Einnahmen?

Warenmuster wie Bücher, Lebensmittel, Kosmetik oder Kleidung sind Sachzuwendungen, die ihr in der Steuererklärung angeben müsst. Versteuern müsst ihr die Sachbezüge, wenn euer Kooperationspartner diese nicht pauschal versteuert. Im Falle einer Kooperation lohnt sich das Nachfragen. Mehr dazu findet ihr in einem separaten Beitrag.

Auch Event-Einladungen mit Honorar, worüber ihr auf dem Blog schreibt, sind zu versteuernde Angaben. Bezahlte Blogbeiträge oder Einkünfte aus Abos und Werbeverträge oder Affiliate-Links zählen ebenso hinzu.

Gewerbesteuer & Umsatzsteuer

Habt ihr für den Blog ein Gewerbe angemeldet, wird die Gewerbesteuer erhoben. Allerdings liegt der Freibetrag bei derzeit 24.000 Euro im Jahr.

Nehmt ihr die Kleinunternehmerregelung in Anspruch, dann entfällt für euch die Umsatzsteuer. Ihr rechnet eure Kosten ohne Erhebung der Umsatzsteuer ab (Nettobetrag).

Das könnt ihr steuerlich absetzen

Reisekosten zu Blogevents

Ist euer Fahrzeug als Dienstfahrzeug angemeldet, könnt ihr Reisekosten geltend machen. Fahrten mit einem privaten PKW können nicht angerechnet werden. Bei Bahnfahrten sieht das wiederum anders aus: Seid ihr mit der Bahn unterwegs zu einem Bloggerevent, könnt ihr das Bahnticket steuerlich geltend machen.

Übernachtungskosten und Kosten für ein Eventticket könnt ihr ebenso angeben.

Kosten für Weiterbildungen

Ihr seid mit eurer Performance unzufrieden und bildet euch in Sachen Blog, SEO oder Instagram weiter? Natürlich könnt ihr auch diese Kosten angeben.

Kosten für Material

Eure Kamera braucht neue Batterien? Das Druckerpapier ist leer? Ihr versendet Pakete oder Briefe an Leser oder Kunden? Alle Kosten hierfür könnt ihr auf der Steuererklärung angeben. Ihr braucht ein neues Smartphone? Dann achtet darauf, dass ihr einen Business-Tarif abschließt – sonst ist das Handy Privatsache.

Größere Investitionen

Laptop, Firmenwagen oder das neue IPhone? Als Gewerbetreibender ohne Kleinunternehmerregelung dürft ihr den Vorsteuerabzug geltend machen – ihr bekommt die Steuer vom Finanzamt wieder. Prüft genau, ob sich das in eurem Falle lohnt.

Weiterführende detaillierte interessante und informative Links zum Thema:

Steuern für Blogger |  Einnahmen als Blogger richtig versteuern

Mein guter Rat zum Schluss:

Lasst euch steuerlich vom Profi beraten und sucht euch einen Steuerfachmann für Onlinetätigkeiten.

Ich darf und kann euch dazu nicht beraten, obiger Text dient nur als grobe Orientierung und ist ohne Gewähr.  Freibeträge ändern sich zudem jährlich.

 

 

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